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Aktuelle Challenges

Artikel-Schlagworte: „Thriller“

Titel: Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück
Autor: Gentry, Amy
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Erschienen: 27.2.2017
ISBN-10: 3570103234
ISBN-13: 9783570103234
Seitenzahl: 317
Einband: Klappbroschur
Preis: 12,99€
© Randomhouse

Inhalt:

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …
Random House

Meine Meinung:

Zuviel Durcheinander!

Ein 13jähriges Mädchen namens Julie wird nachts vor den Augen ihrer jüngeren Schwester entführt und taucht nach acht Jahren urplötzlich wieder auf.
Sie sei an einen Menschenhandel verkauft worden und in Mexiko gelandet.
Mehr ist aus ihr nicht heraus zu bekommen und fürs Eerste glaubt ihr auch jeder.

Doch Julies Mom Anna wird plötzlich von einem Privatdetektiv konsultiert der Zweifel sät. Und nun versucht die Mutter herauszufinden was Wahr ist und was Lüge.

Das Cover ist schlicht gehalten. Der Titel ist in gelben Großbuchstaben zu sehen, und in dem ersten „O“ von „Good“ ist eine Shiloutte zu sehen, die vor einem hellen Hintergrund steht.
In meinen Augen allerdings eher nichtssagend.

Die Story an sich ist interessant und überzeugend geschrieben.
Der Schreibstil ist in einzelnen Kapiteln äußerst fesselnd und die Handlung nachvollziehbar.
Doch die Autorin verstrickt sich in Nebenhandlungen oder vergangenen Handlungen bei denen ich Anfangs nur zum Teil durchblickte.
Wenn es nicht gerade um die Eltern, bzw. meistens ging es um die der Mutter, deren Kapitel mit Nummern versehen waren, ging es um die verschwundene Tochter Julie, sowie um zig verschiedene Frauennamen. Diese haben zwar alle etwas mit Julie und ihrem Verschwinden zu tun, doch es wurde mir einfach zu viel.
Erst im Laufe des Lesens wurde mir klar, WAS es genau mit den vielen verschiedenen Sichtweisen zu tun hatte. Es waren höchst interessante Eindrücke die halfen, zu verstehen was mit Julie passierte, doch es riss mich jetzt nicht vom Hocker.

Schon nach den ersten 100 Seiten begann ich mich durch den Roman zu quälen, da mir ein flüssiger Handlungsstrang fehlte. Durch die Namens-Unterbrechungen gab es für mich keine sichtbar durchgängige Handlung, was mir nicht half, am Stück an dem Buch dran zu bleiben. Und so legte ich teils ziemlich lange Pausen wegen fehlender Fesselkunst der Autorin ein, was sich natürlich an der Bewertung entsprechend zeigt.

Es tut mir leid, aber mit der Meinung die auf dem Coverrücken abgedruckt ist, stimme ich leider nicht überein. Von mir erhält der Roman nur drei von fünf Sternen, da mich der Roman nicht durchgehend fesseln konnte und sich in meinen Augen die Spannung nur am Anfang und am Ende zeigte. Das Geplänkel dazwischen war mir leider zu lange ein großes Fragezeichen.

Bewertung: 3 Sterne

Autorenportrait:

Amy Gentry hat ihr Studium an der Universität von Chicago mit einem PhD abgeschlossen und lebt in Austin, Texas, wo sie englische Literatur an einer High School unterrichtet. Gleichzeitig arbeitet sie als freie Literaturkritikerin für die LA Review of Books und Chicago Tribune. Good as Gone ist ihr erster Roman, der noch vor Erscheinen für riesiges Aufsehen sorgte und in über 20 Länder verkauft wurde.
Quelle: Random House

Titel: Sanft kommt der Tod
Autor: Robb, J.D.
Originaltitel: Innocent in Death
Verlag: BestBook
Erschienen: 2010
ASIN: B003UVD94K
Seitenzahl: 608
Einband: Ebook
Serie: Lieutnant Eve Dallas 24
Preis: 9,99 €
© Random House

Meine Ausgabe ist noch vom Bertelsmannclub
Inhalt:

Lieutenant Eve Dallas muss in ihrem neuesten Fall ausgerechnet an einer Privatschule mit dem dubiosen Namen »Sarah Child Academy« ermitteln. Dort wurde in der Mittagspause ein junger Geschichtslehrer tot aufgefunden. In seinem Blut entdeckt man Spuren eines tödlichen Giftes. Hat ihn seine frisch Angetraute auf dem Gewissen? Oder hatte er Feinde in der Schule? Und was wissen die Schüler? Die Leiche des Lehrers ist aber nicht Eves einziges Problem. Eine attraktive Blondine wird immer häufiger an der Seite von Roarke gesehen, Eves steinreichem und äußerst attraktivem Ehemann …
Verlagsgruppe Random House

Meine Meinung:

Blondes Gift kann tödlich sein …

Ein junger Geschichtslehrer wird tot in seinem Klassenzimmer aufgefunden. Ein Unfall oder eine Krankheit wird vermutet.
Doch die Autopsie sagt etwas anderes und nun gilt es für die Protagonistin Lieutnant Eve Dallas und ihre Partnerin Peabody, herauszufinden, wer von einem allseits beliebtem, frisch vermähltem jungen Mann den Tod wollte.
Je länger Eve sich mit dem Fall befasst, Zeugen befragt, den Vorgängen am Tatort und deren Umgebung nachgeht, umso verzweifelter wird sie, da sich einfach kein Motiv und kein wirklich Verdächtiger finden lässt. Sie dreht sich im Kreis und weiß einfach nicht weiter.
Als dann noch eine Exfreundin von ihrem Mann Roarke auftaucht, ihm schöne Augen macht und Eve bei jeder Gelegenheit zu verstehen gibt, dass sie es mit dieser blonden Schönheit nicht aufnehmen kann, durchlebt Eve einen realen Alptraum.
Denn Roarkes Exgeliebte ist eine Frau von Welt, die ein stattliches Vermögen hat, mehrere Sprachen spricht und weiß wie sie sich an der Seite eines reichen Geschäftsmannes verhalten muss.
Eve dagegen ist doch nur eine kleine Polizistin die in ihrer Stadt nur durch Roarke einen gewissen Promistatus erlangt hat.

Dieses „Blonde Gift“, wie ich diesen Eindringling von Frau nannte, brachte Eve dermaßen aus der Fassung, dass diese sich nicht richtig auf ihren Kriminalfall konzentrieren konnte. Und dieses Verhalten stoppte die Ermittlungen immer wieder, was dazu führte, dass Eve einmal zu spät handelte, was schlimme Folgen mit sich brachte …
Und gerade als sie denkt, das Schlimmste sei überstanden und wieder Normalität zwischen ihr und Roarke vorhanden, kam es zu einem erneuten Zwischenfall, bei dem Eve alle Sicherungen durchbrannten.

Ihre Gefühlswelt war auf dem Kopf, Eves Emotionen, was Roarkes Ex betraf, sprangen auf mich über und ich konnte richtig gut mit ihr fühlen. Ihre Situation war sehr authentisch beschrieben und ihre Reaktionen mehr als verständlich!

Was ihre Arbeit betraf, so war Lieutnant Dallas wie eh und je korrekt und hart im durchgreifen. Ihre Tätigkeiten in diesem Bereich wurden präzise geschildert, auch wenn es lange Zeit nicht im Mindesten voranging.
Der Witz in den Dialogen zwischen Eve und ihrer Partnerin Peabody war wie immer einfach nur genial. Ich musste ein ums andere Mal lachen.
Die Stimmung der beiden wurde allerdings äußerst ernst, als Eve einen Durchbruch in dem Kriminalfall erzielte und es Schlag auf Schlag dem Täter ans Leder ging.
Die Autorin setzte mir zu dem eh schon unsinnigen Mord einen Täter vor die Nase, dass mir hören und sehen verging. Unfassbar!
Mit so einem Ende und diesem „Motiv“ hätte ich niemals gerechnet. Ich war erst einmal eine Zeit lang ziemlich sprachlos.

Die Geschichte wurde mir zumeist aus Eves Sicht erzählt. Aber durch die Momente bezüglich der ehemaligen Geliebten wurde mir auch Roarkes Blickwinkel ab und an gezeigt.
Zum Schluss hin kamen dann noch Ausschnitte des Täters hinzu, weswegen sich der eh schon sehr spannende Thriller in regelrechte Dramatik verwandelte.

Fazit:
Dass J.D. Robb aber zum Ende hin immer noch einen draufsetzen kann. Einfach genial!
Ich bin begeistert von der Autorin und ihrer Protagonistin Eve Dallas.
Dieses Werk ist mein erstes Highlight 2012.

Bewertung: 5 Sterne+

Autorenportrait:

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück, denn inzwischen zählt Nora Roberts zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Bücher von den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken.
Verlagsgruppe Random House

7.1.2012

Titel: Die Zahlen der Toten
Autor: Castillo, Linda
Originaltitel: Sworn to Silence
Verlag: Fischerverlage
Erschienen: 30. November 2011
ISBN-10: 3596184401
ISBN-13: 9783596184408
Seitenzahl: 429
Einband: Taschenbuch
Serie: Kate Burkholder I
Preis: 8,95 €
© Fischerverlage

Inhalt:

Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.
Quelle: Fischerverlage

Meine Meinung:

Schockierend!

Im Bücherforum Büchereule wurde über den zweiten Band geredet und das machte mich neugierig. Nachdem ich auf Amazon interessante Hintergründe über die Autorin las, die diese auch in ihren Thrillern mit einbezieht. Das hörte sich sehr interessant an, weshalb ich mir den ersten Teil zulegte und fast sofort las.

Das Cover ist schlicht gehalten. Da es im Winter spielt, ist das Feld, welches zu sehen ist, weiß, die Scheune rot und der Himmel wirkt düsterbrodelnd. Am Himmel ist der Titel zu lesen, auf dem Feld wird der Name der Autorin dargestellt.
Da es sich hier um einen Roman handelet, indem auch die Amish-People eine wichtige Rolle spielen, ist dieses schlichte Cover sehr zutreffend.

Ich kann nur sagen: Wow, was für ein irrer Thriller!
Kate Burkholder, die Polizeichefin von dem Örtchen Painters Mill in Ohio, ist seit zwei Jahren in ihrem Job und wuchs in diesem Dorf auf. Sie ist ein ehemaliges Amischmädchen, welches mit 18 Jahren unter Bann gestellt wurde, da ihr dieser Lebensstil nicht mehr reichte. Sie war ein typischer Teenie und wollte mehr, Verbotenes ausprobieren, über die Strenge schlagen.
Normalerweise passiert in so einer kleinen Ortschaft nichts größeres Schlimmes, doch nun, nach 16 Jahren, treibt anscheinend wieder derselbe Mörder von damals sein Unwesen.
Mädchen zwischen 20 und 30 Jahren werden entführt, gefoltert und ermordet.
Da Kate ziemlich lange im Dunkeln tappt, wird es an das Sheriffbüro der größeren Stadt weitergeleitet.
Doch mit DEM Täter, den Kate dann in Verdacht hat, hätte ich im Leben nicht gerechnet. Ich war erstmal sprachlos, als ich das las…

Der Anfang mit dem ersten Opfer war gruselig und erschreckend, aber super beschrieben.
Die Spannung ließ dann anfangs auf sich warten, trotz Leiche, doch durch dem amischen Einschlag, war es immer interessant. Zumal Kates Vergangenheit auch zu Beginn eine große Rolle spielte.
Was mich anfangs etwas gestört hat, war die Gegenwartsform mit Ich-Form von Kate. Damit kam ich erst nicht klar. Vor allem, als John auf der Bildfläche erschien, der CBI-Kontakt, und dessen Sicht in der normalen Vergangenheitsform und aus der dritten Person dargestellt wurde. Mit dem verschiedenen Zeitformen kam ich nur langsam klar.
Aber das waren nur kleine Schönheitsfehler.

Fazit:

Trotz kleiner Schwierigkeiten ist der Thriller eine Wucht!
Ich denke, an der Serie werde ich dran bleiben und mache es zu meinem Highlight im Februar 2016.

Bewertung: 5 Sterne +

Kate Burkholder:

1. Die Zahlen der Toten
2. Blutige Stille
3. Wenn die Nacht verstummt
4. Tödliche Wut
5. Teuflisches Spiel
6. Mörderische Angst
7. After the Storm (Originaltitel)

Autorenportrait:

Linda Castillo wurde in Dayton/Ohio geboren und arbeitete lange Jahre als Finanzmanagerin, bevor sie mit dem Schreiben anfing. Ihre Thriller, die in einer Amisch-Gemeinde in Ohio spielen, sind ein internationaler Mega-Erfolg, die alle auch wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste standen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf einer Ranch in Texas.
Quelle: Fischerverlage

26.2.2016

Titel: Weißer Schrecken
Autor: Finn, Thomas
Verlag: Piper
Erschienen: 11. Oktober 2010
ISBN-10: 3492267599
ISBN-13: 9783492267595
Seitenzahl: 490
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,95 €
© Piper Verlag

Inhalt:

Unter Schnee und Eis lauert der Tod!

Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst – dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten … Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. Quelle: Piper

Meine Meinung:

Schon das Cover wirkte auf mich sehr unheimlich.
In der oberen Hälfte ist ein menschliches Auge zu sehen, ganz in Blau gehalten. Umringt wird das Auge von aufwirbelndem Schnee und im Augenlid selbst sind lauter kleine Eiszapfen. Vielleicht ist es auch nur eine Spiegelung von dem, was das Auge sieht, aber genau sagen könnte ich es nicht.
In der unteren Hälfte ist mit großen blutroten Buchstaben der Titel zu sehen.

Die Geschichte spielt im Dezember um Nikolaus herum. Am 4. des Monats beginnen die unerklärbaren Vorkommnisse.
Die fünf Jugendlichen, um die es geht, Zwillingsmädchen und drei Jungs, werden anfangs nacheinander vorgestellt. Es handelt sich hierbei um Elke und Miriam, Andreas, Robert und Niklas.
Ich erfuhr in kurzen Zügen, in welchen Familienverhältnissen sie aufwachsen und wie ihr Umgang untereinander ist.
Im Laufe der Handlung konnte ich zu den Jugendlichen immer besser eine Verbindung aufbauen.
Die Fünf sind einem mysteriösen Geheimnis auf der Spur, das ganz Perchtal in Gefahr bringen könnte. Dabei wird das Verhalten der Erwachsenen immer mysteriöser, je näher sie der Lösung kommen …

Anfangs war alles etwas verwirrend, da die Geschichte mit einem erwachsenen Andreas begann, der nach 16 Jahren in seine alte Heimat zurückkam.
Aber schnell wurde mir bewusst, dass mir der Autor durch Rückblicke die Geschichte erzählen möchte. Durch das Wechseln der Zeiten und unerklärliche Handlungen wurde die Geschichte immer interessanter. Sehr oft bekam ich sogar eine Gänsehaut, da immer mehr seltsame Dinge geschahen, die der normale Menschenverstand nicht erklären kann.

Ich konnte den Roman nur mit Pausen lesen, da mir sonst die mysteriösen Geschehnisse zu viel geworden wären. Zudem brauchte ich Ruhe, um das Geschehen häppchenweise zu verdauen.
Wenn es allein nach der Spannung gegangen wäre, hätte ich den Roman an einem Stück gelesen!
Von Anfang an hielt Herr Finn die Spannung hoch. Immer, wenn ich dachte, ich könne mal wieder ruhiger durchatmen, kam die nächste Szene, die mir den Atem raubte.
Nach der Hälfte des Thrillers ließ der Autor eine Bombe platzen und danach wurde es teilweise richtig dramatisch und die Spannung stieg ins Unermessliche. So bekam ich nur noch geringe bis gar keine Verschnaufpausen mehr.

Als es parallele Situationen gab, in denen z. B. die Zwillinge etwas erlebten und zur gleichen Zeit Niklas oder Roland und Andreas etwas herausfanden, wurden diese Erlebnisse durch Cliffhanger sehr spannend gemacht.
Trotz der Pausen hatte ich immer einen Drang weiterzulesen. Ich musste immer wissen, wie es weitergeht.

Wenn ich in diesem Buch schmökerte, konnte ich die Kälte des bayerischen Dezembers richtig spüren. Auch konnte ich mit den Jugendlichen mitfühlen und es war, als würde ich alles hautnah miterleben. Durch die gesamte Handlung zog sich eine Beklemmung vor etwas Unbekanntem, die mich ebenfalls von Beginn an erfasste.

Dieser Thriller war zudem auch sehr informativ. Ich erfuhr einiges über den geschichtlichen Hintergrund von Nikolaus, ich erhielt Kenntnisse über die Kelten und ihre Bräuche und wie durch Knecht Ruprecht all das vermischt wurde. Der Autor ließ zwischendurch auch immer wieder örtliches Wissen in die Handlung einfließen, wie zum Beispiel was Berchtesgaden ausmacht oder was der Name von Perchtal bedeutet.
Auch gab es vor der Geschichte eine Inhaltsangabe, aus der ersichtlich wurde, dass der Thriller nur vier Kapitel hat. Diese sind in Abschnitte unterteilt, deren Titel den Inhalt beschreiben.
Weihnachtslieder oder Notizen wurden in Kursivschrift dargestellt.

Fazit:

Dies war der erste Mysterythriller, der mir eine Gänsehaut bescherte, und die kam nicht nur von der winterlichen Handlung.
Ich vergebe mit gutem Gewissen fünf klirrend kalte Sterne.

Bewertung: 5 Sterne

Autorenportrait:

Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren und lebt heute in Hamburg. Der ausgebildete Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt ist preisgekrönter Spiele- und Romanautor und hat einige Jahre als Lektor und Dramaturg sowie als Chefredakteur bei Nautilus gearbeitet. Im Spielbereich stammen zahlreiche Abenteuer-Publikationen aus seiner Feder, darunter weit über ein Dutzend Titel des beliebten deutschen Fantasy-Rollenspiels Das Schwarze Auge. Hauptberuflich arbeitet er als Roman-, Spiel-, Theater- und Drehbuchautor. Mit seinem Roman »Das unendliche Licht« gewann er 2007 die Segeberger Feder. »Weißer Schrecken« ist sein neuer Mystery-Thriller bei Piper. Quelle: Piper

23.11.2010

Titel: Zerstörte Seelen
Autor: Mooney, Chris
Originaltitel: The soul collector
Übersetzer: Pilz, Usch
Verlag: rororo (Rowohlt)
Erschienen: 1. November 2011
ISBN-10: 3499257130
ISBN-13: 9783499257131
Seitenzahl: 445
Einband: Taschenbuch
Serie: Ermittlerin Darby McCormick IV
Preis: 9,99 €
© Rowohlt Verlag

Inhalt:

Das FBI in höchster Alarmbereitschaft: Ein maskierter Geiselnehmer verlangt, die Ermittlerin Darby McCormick zu sprechen. Diese kennt den Täter – Charlie Rizzo wurde vor zehn Jahren entführt und blieb trotz all ihrer Mühen seither vermisst. Was ist damals geschehen? Wo war Charlie all die Jahre?

Jetzt will er Rache nehmen: an ihr und seinen Geiseln – der eigenen Familie. Mittels einer Bombe jagt er das Haus in die Luft. Darby überlebt schwerverletzt. Doch sie denkt nicht daran, die Ermittlungen noch einmal einzustellen .. Quelle: Rowohlt Verlag

Meine Meinung:

Zerstörte Seelen – sehr treffend!

Darby, seit dem letzten Fall „Enemy“ noch suspendiert, wird zu einem SWAT-Einsatz gerufen. Was sie nicht ahnt, sie wird zu einer Familie gerufen, die sie vor einigen Jahren schon einmal wegen Kindesentführung betreut hat. Der verschwundene Sohn wurde allerdings nie gefunden.
Nun ist die gesamte Familie angeblich von genau diesem Sohn Charlie als Geiseln genommen worden und er fordert die damalige Ermittlerin zu sprechen.
Doch als Darby dort ankommt und verhandeln will, kommt es zu einer tödlichen Katastrophe. Plötzlich ist die zähe Ermittlerin auf sich allein gestellt und zudem auf der Flucht.

Nach einiger Zeit findet sie Anschluss bei einer Spezialeinheit des FBI und stößt mit diesem Team auf eine grausame Gruppierung, welche schon seit Jahrzehnten immer die jüngsten Kinder von Familien entführt und ihnen Schreckliches antut.
Nun heißt es, gemeinsam gegen diese Vereinigung vorzugehen, was ihnen nicht immer unbeschadet gelingt…

Ich war ab der ersten Seite gefesselt von dem tollen Schreibstil des Autors. Von Beginn an fühlte ich mich mitten im Geschehen als Darbys Schatten. So erlebte ich auch alles hautnah und konnte mit der Ermittlerin mitfühlen.
Ich hatte die ganze Zeit, während sie erst auf einem Alleingang unterwegs war und später mit dem FBI, große Angst um sie. Da Darby anfangs ganz alleine dastand und diese Kiddnapper ziemlich professionell vorgehen, bibberte ich immer, da ich Panik hatte, dass sie ihnen vielleicht irgendwann in die Hände fällt.
Dieses Horrorszenario, welches ich mir dank des Könnens des Autors sehr gut vorstellen konnte, raubte mir beinahe den Atem!

Es handelt sich hierbei um eine Reihe und eigentlich empfehle ich jedem, die Bücher einer Reihe nach zu lesen. Doch da hier in kurzen Sätzen auf die wichtigsten Momente der Vorbände eingegangen wurde, kann man diesen Thriller auch als Einzelroman lesen.

Fazit:

Dieser vierte Fall war bombastisch!
Ich hoffe, es wird noch weitere Fälle mit dieser willensstarken Ermittlerin geben, auch wenn es nach diesem Fall leider nicht den Anschein hat.
Dieses Werk bekommt von mir definitiv fünf von fünf Sterne und es ist mein erstes Highlight im November 2012.

Ich hoffe, dass meine Rezi diesem überaus exzellenten Thriller ehrwürdig ist.

Bewertung: 5 Sterne +

Ermittlerin Darby McCormick:

1. Victim
2. Secret
3. Enemy
4. Zerstörte Seelen

Autorenportrait:

Chris Mooney, aufgewachsen in Lynn/Massachussetts, ist einer der erfolgreichsten neuen amerikanischen Thrillerautoren. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Boston. Quelle: Rowohlt Verlag

3.12.2012

Titel: Guter Bulle, böser Bulle
Autor: Konrath, J.A.
Originaltitel: Bloody Mary
Verlag: AmazonCrossing
Erschienen: 26. August 2014
ASIN: B00KN1AHM2
Einband: eBook
Serie: Jack Daniels II
Preis: 4,99€

Inhalt:

Man nehme eine taffe, aber verwundbare Polizistin aus Chicago und füge eine hyperaktive Katze, eine gesundheitlich angeschlagene Mutter, einen eifersüchtigen Freund, einen schwierigen Ex-Mann und einen Kollegen in den Fängen einer Midlife-Crisis hinzu.
Man mische diese Zutaten mit einem Psychopathen, der abgetrennte Körperteile in der Stadt verstreut, und würze das Ganze zu gleichen Teilen mit einer Prise Humor und einem Schuss Spannung, und fertig ist »Guter Bulle, böser Bulle« – der zweite Band in der witzigen und gleichzeitig furchterregenden Welt von Lieutenant Jacqueline »Jack« Daniels.
Begleiten Sie Jack bei ihren Abenteuern, während sie mit den Herausforderungen eines chaotischen und aus der Spur geratenen Privatlebens kämpft und gleichzeitig einen der gefährlichsten Serienmörder der jüngsten Zeit aufspüren und hinter Schloss und Riegel bringen will – einen Mörder, für den es erst richtig losgeht, wenn man ihn erwischt hat …
Amazon

Meine Meinung:
Kriegst du mich, krieg ich dich?!

Ein Serienkiller treibt sein Unwesen in Jacks Heimatmetropole, der es auf Callgirls abgesehen hat. Nachdem ich auch einmal seine Sicht las, war mir klar, wieso.
Die leitenden Ermittler Jack Daniels und Herb Benedict tappten erst einmal lange im Dunkeln. Während sie im Trüben fischten, brachte der Täter Jack durch Kleinigkeiten in Bedrängnis.
Interessant war, von beinahe Anfang an ist klar, wer der Täter ist.
Dadurch entstand allerdings ein heftiges Katz- und Mausspiel der extremen Art. Wie sie sich zum Ende hin gegenseitig umkreisen, lest am besten selbst.

Auf alle Fälle wurde es immer spannender, und als Jack und ihre Kollegen dachten, sie hätten ihn an seinen Eiern, tja, ab da wurde es ein Wettlauf gegen die Zeit. Dazu sprach der Täter noch eine Drohung aus, die Daniels das Blut in den Adern gefrieren lies…

Neben ihrem Beruf gestaltet sich Jacks Privatleben zu einem Tohuwabohu.
Die Katze eines Opfers, die von Jack aufgenommen wurde, hat es Faustdick hinter den Ohren und ich musste wegen ihr des Öfteren lachen.
Und dann gibt es da noch ihre Mutter, der es aus heiterem Himmel einfällt, die Pläne ihrer Tochter zu durchkreuzen, im Schlepptau einen Berg von Ärger!
Doch trotz der teils prekären Situationen fand ich es schön, dass in diesem Band Jacks Privatleben etwas mehr Aufmerksamkeit bekam und in den Vordergrund rückte und somit einen beachtlichen Platz im Buch erhielt. Denn da ging es auch ziemlich turbulent zu, was sehr abwechslungsreich war zu dem beängstigenden Chaos, das der Killer immer mehr anstellte…

Als schöne Nebensächlichkeit, was mir sofort auffiel, war das Fehlen des ständig kauenden Herb. Er aß immer noch viel, aber es wurde nicht mehr so zelebriert wie im ersten Band. Das war für mich eine Wohltat.
Dafür ging mir Daniels‘ Mutter gehörig auf den Zeiger. Diese musste ja unbedingt ihren Willen durchsetzen…
Und Herb macht gleichzeitig eine Midlife-Crisis durch, die mir überhaupt nicht gefiel.

Wie oben schon erwähnt, bekam ich auch diesmal wieder mit, was der Täter zwischendurch trieb, und Daniels Sicht wurde in der Ich-Form dargestellt.

Fazit:

Die Abwechslung von Beruf und Privat gefiel mir an diesem Band am besten und so freue ich mich schon auf den dritten Teil!
Von mir gibt es wieder starke vier von fünf Sterne.

Bewertung: 4 Sterne

Jack Daniels:

1. Der Lebkuchenmann
2. Guter Bulle, böser Bulle
3. Die Psychopathen
4. Der Chemiker
5. Die Scharfschützen
6. Die Erzfeinde
0. Mr. K (ohne Reihenfolge)
0. Kite (ohne Reihenfolge)

Autorenportrait:

J.A. Konrath hat im Rahmen seiner Jack-Daniels-Serie acht Romane verfasst, die in keiner bestimmten Reihenfolge gelesen werden müssen, und von denen »Der Lebkuchenmann« ursprünglich zuerst erschien. In deutscher Sprache sind bisher die Titel »Mr. K« und »Kite« erschienen.
Konrath hat unter dem Pseudonym Jack Kilborn mehrere Horrorromane verfasst, darunter die Bestseller »Angst«, »Trapped: Die Insel des Dr. Plincer«, »Das Hotel« und »Draculas«. Zuletzt erschien von Jack Kilborn der Horror-Thriller »Haunted House«.
Die Verkaufszahlen von J.A. Konraths E-Books haben bereits die Millionengrenze überschritten.
Quelle: Amazon

Titel: Der Lebkuchenmann
Autor: Konrath, J.A.
Originaltitel: Whiskey Sour
Verlag: AmazonCrossing
Erschienen: Juni 2014
ASIN: B00J8UPDSC
Einband: eBook
Serie: Jack Daniels I
Preis: 4,99€

Inhalt:

Für Lieutenant Jacqueline „Jack“ Daniels fängt die Woche nicht gut an. Ihr Lebensgefährte ist mit seiner Fitnesstrainerin durchgebrannt, sie leidet unter chronischer Schlaflosigkeit, belastet ihre Kreditkarten mit Einkaufsorgien bei Shopping-Kanälen und zu allem Überfluss hinterlässt ein furchterregender Serienmörder, der sich der „Lebkuchenmann“ nennt, verstümmelte Leichen in ihrem Revier.
Jack hat alle Hände voll damit zu tun, dem FBI mit seinem unsinnigen Profiling-Computer aus dem Weg zu gehen, ihr Glück bei einer Partneragentur zu versuchen, sich mit Straßengangstern herumzuschlagen und die Annäherungsversuche eines ungehobelten Privatermittlers abzuwehren.
Als wäre das alles nicht genug, muss sie zusammen mit ihrem verfressenen Partner Herb Benedict den irren Killer schnappen, bevor dieser erneut zuschlägt … und Jack steht auf seiner Todesliste an oberster Stelle.

»Der Lebkuchenmann« ist der erste Band der erfolgreichen Serie um die Mordermittlerin Jack Daniels, ein Krimi voll schrägem Humor und atemberaubender Spannung. Quelle: Amazon

Meine Meinung:
What the fu**?

Jacqueline Daniels, von ihren Kollegen kurz Jack Daniels genannt (weil es einfach witzig klingt), muss mit ihrem Partner Herb Benedict einen Serienkiller in ihrer Heimatstadt, der Metropole Chicago jagen.
Die Arbeit wird ihnen anhand von FBI-Agenten erschwert, die sich lieber auf ihr Profiling-Programm verlassen, anstatt den Kopf einzuschalten und diesen zu benutzen.
Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass sich der Killer auf Jack eingeschossen hat. Zwar ermordet er weiterhin andere Frauen auf bestialische Weise, doch sein Augenmerk liegt ebenso auf der Ermittlerin und das lässt er sie immer mehr spüren.
Wie weit er dabei geht, lasst euch überraschen.

Dieser Thriller wurde aber zwischendurch immer wieder durch Dialoge oder einzelne Zitate unterbrochen, die recht lustig rüberkommen.
Ein Beispiel: „Ich nieste nachdenklich – wenn so etwas überhaupt möglich ist“.
Ich bin bei diesem Satz fast vom Sofa gefallen vor Lachen. Es ist ein trockener Humor, aber dieser half mir zumindest, mit dem Grauen des Täters klar zu kommen und das Gelesene besser verarbeiten zu können.

Abwechselnd wird aus Sicht von Jack in der Ich-Form und aus Sicht des Killers in der dritten Person der Thriller erzählt. Somit hatte ich auch zwischendurch kleine Einblicke in das Handeln des Täters und wusste, wie weit er über Jacks Arbeit informiert war.

Würden die Männer in diesem Roman etwas besser abschneiden und Jacks Partner nicht ständig irgendwas zwischen seinen Kauleisten haben, wäre mir dieser Thriller die volle Punktzahl wert. Doch durch das ständige Gefasel von Essen und Futtern wurden es leider nur vier bis fünf Sterne.
Aber ich freue mich trotzdem schon auf die Folgebände.

Bewertung: 4 Sterne

Jack Daniels:

1. Der Lebkuchenmann
2. Guter Bulle, böser Bulle
3. Die Psychopathen
4. Der Chemiker
5. Die Scharfschützen
6. Die Erzfeinde
0. Mr. K (ohne Reihenfolge)
0. Kite (ohne Reihenfolge)

Autorenportrait:

J.A. Konrath hat im Rahmen seiner Jack-Daniels-Serie acht Romane verfasst, die in keiner bestimmten Reihenfolge gelesen werden müssen, und von denen »Der Lebkuchenmann« ursprünglich zuerst erschien. In deutscher Sprache sind bisher die Titel »Mr. K« und »Kite« erschienen.
Konrath hat unter dem Pseudonym Jack Kilborn mehrere Horrorromane verfasst, darunter die Bestseller »Angst«, »Trapped: Die Insel des Dr. Plincer«, »Das Hotel« und »Draculas«. Zuletzt erschien von Jack Kilborn der Horror-Thriller »Haunted House«.
Die Verkaufszahlen von J.A. Konraths E-Books haben bereits die Millionengrenze überschritten.
Quelle: Amazon

Titel: Die Touristin
Autor: Stevens, Taylor
Originaltitel: The Informationist
Übersetzer: Strohm, Leo
Verlag: Goldmann Verlag
Erschienen: 18. Juni 2012
ISBN-10: 3442478235
ISBN-13: 9783442478231
Seitenzahl: 446
Einband: Klappbroschur
Serie: Mission Munroe I
Preis: 9,99 €
© Goldmann Verlag

Inhalt:

Ich spüre deine Angst. Ich weiß, wenn du lügst. Ich kenne deine Schwächen, und ich werde sie nutzen. Ich bin ein Chamäleon. Und ein Jäger. Ich spreche zweiundzwanzig Sprachen. Meine Aufträge führen mich in die gefährlichsten Regionen dieser Welt. Man zahlt mir ein Vermögen, damit ich Informationen aufspüre und manchmal auch Menschen. Mehr als einmal habe ich getötet – ungewöhnlich für eine Tochter von Missionaren, ich weiß. Ich töte, um zu überleben. Doch nun bin ich selbst zur Gejagten geworden. Mein Name ist Vanessa Munroe. Und dies ist meine Geschichte. Quelle: Goldmann Verlag

Meine Meinung:

Vorsicht, Gefahr!

Vanessa Munroe, genannt Michael, reist durch die Welt und nimmt Aufträge der besonderen Art an. Sei es als Bote, als Auftragskillerin oder als besonders hartnäckige Schnüfflerin. Wie in diesem Fall.
Ein Millionär engagiert sie um im tiefen Dschungel Afrikas seine Tochter zu finden.
Da sie alleine arbeitet, kommt sie eher an Informationen jeglicher Art heran als eine organisierte Suchmannschaft. Zudem kann sie mehrere Sprachen und Dialekte, was in Afrika in manchen Gebieten sehr hilfreich ist.
Und so beginnt eine Suchaktion in spezieller Weise. Sie fängt in Europa an, und erstreckt sich über mehrere afrikanische Staaten. Dabei begibt sie sich selbst in Lebensgefahr und muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen, die mit Afrika verwurzelt ist.

Auf ihrer Suche nach dem Mädchen, gerät sie auch immer tiefer in den bürokratischen Dschungel des schwarzen Kontinents und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Denn je mehr sie in gewissen Gegenden Nachforschungen betreibt, umso unliebsamer wird sie empfangen.
Anfangs wurde sie dazu noch von ihrer Vergangenheit in Form von Alpträumen geplagt. Das ließ allerdings immer mehr nach, je länger sie in Afrika verweilte, ihrer alten Heimat.

Der Prolog begeisterte mich schon und das erste Kapitel klang noch besser. Daher war ich sehr gespannt ob die Autorin dieses hohe Niveau an Spannung durch den ganzen Roman beibehalten konnte. Größtenteils konnte Taylor Stevens dieses Versprechen auch einhalten.
Ein paar Längen gab es dann doch, aber die gab es wegen diversen Erklärungen, damit ich als Leser besser verstand, wie das Leben in Afrika eigentlich abläuft.

Die Autorin führt den Leser in die Wildnis des afrikanischen Dschungels und dessen Tücken.
Ich erkannte während dem Lesen richtig gehend, wie die Autorin mir Afrika, die dortige Landschaft und ihre Gepflogenheiten näher brachte. Dadurch wurde mir bewusst, dass sie alles, was sie über dieses Land schreibt, selbst kennt. Topp!

Die Hauptfigur, wie auch der Kontinent Afrika, wurden im Laufe der Zeit immer besser beschrieben. Michaels Sprachkenntnisse im afrikanischen Raum und auch wie es dazu kam, fand ich sehr gut erklärt. Ebenso wie ihre Verzweigungen zu dem großen Kontinent.
Taylors Schreibstil ist flüssig und der Roman lässt sich sehr gut lesen. Für ein Debüt ist es äußerst professionell geschrieben und ich freue mich schon auf die weiteren Thriller um die Protagonistin Munroe.

Fazit:
Dieser Roman ist kein Thriller der normalen Art. Er fesselte mich von Anfang an und raubte mir den Atem.
Somit vergebe ich diesem tollen Roman fünf von fünf Sterne.
Nun freue ich mich auf den zweiten Teil um die Protagonistin Vanessa „Michael“ Munroe!

Bewertung: 5 Sterne

Mission Munroe-Reihe:

1. Die Touristin
2. Die Sekte
3. Die Geisel

Autorenportrait:

Ihre Kindheit war rastlos. Weil ihre Eltern Mitglieder des »Kinder Gottes«-Kults waren, wuchs Taylor Stevens an ständig wechselnden Orten auf der ganzen Welt auf – oft getrennt von ihrer Familie. Mit zwanzig gelang ihr der Ausbruch aus der Sekte. Heute lebt sie mit ihren zwei Kindern in Dallas und schreibt weiter an ihrer international erfolgreichen Mission-Munroe-Serie. Quelle: Goldmann Verlag

Titel: Die Menschenleserin
Autor: Deaver, Jeffery
Originaltitel: The Sleeping Doll
Übersetzer: Haufschild, Thomas
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 18. Februar 2008
ISBN-10: 3764502835
ISBN-13: 9783764502836
Seitenzahl: 542
Einband: Hardcover
Serie: Verhörspezialistin Kathryn Dance I
Preis: 9,95 €
© Blanvalet Verlag

Inhalt:

Sie ist charismatisch wie Lincoln Rhyme und clever wie Amelia Sachs – Jeffrey Deavers neue faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance, Verhörspezialistin beim CBI, löst ihren ersten brisanten Fall!

Vor acht Jahren löschte Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus – zumindest beinahe: nur die neunjährige Tochter hat diese schreckliche Nacht überlebt, verborgen zwischen den Kuscheltieren in ihrem Bett. Der hochintelligente Psychopath Pell, den die Presse bald nur noch „Charles Mansons Sohn“ nannte, konnte damals gerichtlich überführt und zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Daniel Pell selbst hat jedoch bis heute zu allen Vorwürfen geschwiegen. Nun er hält die Körpersprache-Expertin Kathryn Dance die einmalige Gelegenheit, dem Mörder endlich ein umfassendes Geständnis zu entlocken. Doch während des Verhörs kommt es zur Katastrophe: Pell gelingt die Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis! Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass seine grausige Leidenschaft neue Opfer fordert. Dafür muss die brillante Ermittlerin jedoch ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen – ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt … Quelle: Blanvalet

Meine Meinung:

Mit diesem Thriller ist dem Autor Jeffrey Deaver ein gelungener Auftakt einer neuen Serie gelungen.
Mit der Verhör- und Kinesikexpertin Kathryn Dance vom CBI (California Bureau of Investigation) hat der Autor eine kluge und sympathische Protagonistin geschaffen, die mit ihrem Wissen um die menschliche Körpersprache überzeugen kann. So erfuhr ich viel über Verhörtechniken und was Menschen durch ihre Körpersprache von sich preisgeben. In diesem Genre etwas Neues für mich.

Daniel Pell, ein Killer, kann nach acht Jahren aus dem Gefängnis fliehen. Dance ist erst der Ansicht, dass er seine Tat von damals zuende führen möchte, da es eine Überlebende gab. Doch da er in der Nähe blieb, musste sie sich andere Theorien einfallen lassen. Dabei steht ihr ein FBI-Spezialist zur Seite, der für Täter zuständig ist, die sich durch Manipulation ihre Opfer gefügig machen.

Die Erklärungen von Dance’s Techniken als kinesische Verhörspezialistin waren für mich sehr aufschlussreich und interessant. Sie waren meist sehr genau und ausschweifend, aber zu keinem Zeitpunkt empfand ich Langeweile.
Ebenso die Art, wie Pell mit seinen Mitmenschen umging, wie er sie sozusagen manipulierte und sie dazu brachte, alles für ihn zu tun, wurde sehr gut beschrieben.

Der Thriller war von Anfang an spannend und da der Autor immer wieder verschiedene Fährten legte, bei denen ich miträtseln konnten wohin diese führten, wurde die Dramatik noch gesteigert.
Zum Schluss wurde eine weitere Sichtweise gezeigt, die den Täter in einem anderen Licht darstellte. Was daraufhin geschah, war sensationell beschrieben und entlockte mir einen erstaunten Aufschrei.
Zum Ende hin konnte ich dieses Werk nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen musste, wie sich die verstreuten Puzzleteile, die Kathryn und eine weitere Figur gestreut hatten, auf das Gesamtbild auswirkten.

Das Zwischenmenschliche kamt auch gut zur Geltung. Ob im Privatleben, oder ihrem Job beim CBI, immer wieder tauchten Probleme auf, die Kathryn Dance lösen musste, selbst unter Kollegen.
So wurden mir auch einige Blicke in ihren persönlichen Lebensbereich und auf ihre Familie gegönnt.
Auch wird kurz durch einen Anruf von ihr zu einer anderen Reihe des Autors Bezug genommen. Solche Verstrickungen gefallen mir immer sehr!

Der Roman wurde abwechselnd aus Dance und Pells Sicht ezählt. Dadurch erfuhr ich mehr über den Täter und ich durfte erfahren, was in seinem Kopf abgeht. Dazu bekam ich mit, was Kathryn dachte.
Das Buch wurde in Wochentage unterteilt und darunter in nummerische Kapitel. So hatte ich die Zeit an Tagen sozusagen auch immer im Auge, was mir sehr zusagte.

Fazit:

Dieser Thriller war mal etwas anders gestrickt, was mir sehr gefiehl.
Somit vergebe ich die volle Punktzahl, fünf Sterne.

Bewertung: 5 Sterne

Verhörspezialistin Kathryn Dance:

1. Die Menschenleserin
2. Allwissend

Autorenportrait:

Jeffrey Deaver hat sich nach dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher wurden in zwölf Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingetragen.
Die kongeniale Verfilmung seines Romans „Die Assistentin“ unter dem Titel „Der Knochenjäger“ (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert. Auch mit „Die Menschenleserin“, dem ersten Fall seiner neuen charismatischen Serienheldin Kathryn Dance, stürmte Jeffrey Deaver wieder die internationalen Bestsellerlisten.
Quelle: Klappentext

21.8.2010

Titel: Die Chemie des Todes
Autor: Beckett, Simon
Originaltitel: The Chemistry of Death
Übersetzer: Hesse, Andree
Verlag: Rowohlt
Erschienen: 17. Februar 2006
ISBN-10: 3499241978
ISBN-13: 9783805208116
Seitenzahl: 430
Einband: Taschenbuch
Serie: Rechtsmediziner David Hunter I
Preis: 9,99 €
Cover © Rowohlt Verlag

Inhalt:

David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, bis ein tragischere Unfall sein Leben für immer veränderte. Aber der Tod lässt David einfach keinen Frieden … Quelle: Rowohlt

Meine Meinung:

Dieses Buch ist mein erstes der Art, in der die Ermittlungsmethode aus Sicht eines forensischen Anthropologen stattfindet. Bis dato kannte ich diese Methode nur aus Fernsehserien wie „CSI – den Tätern auf der Spur“ oder „Bones“.
Es war mal was ganz anderes und ich muss sagen, es gefällt mir!
Dadurch erinnerte mich Dr. Hunter aber wahnsinnig an Grissom von CSI, für den ich etwas schwärme. Ich kann zwar mit Insekten nichts anfangen, aber ich finde das Wissen darüber, wenn sie Leichen untersuchen, irgendwie sexy ^^

Auch die Art, wie Dr. Hunter immer wieder erzählt, das er gewisse Situationen in kommender Zukunft bereuen wird, oder das sich demnächst etwas ändert, anhand seiner Entscheidungen, kannte ich bis dato noch nicht. Es ist aber interessant und so wird man auch immer neugieriger, was diese Aussagen denn nun zu bedeuten haben.
Auch das Privatleben von Dr. Hunter kommt immer wieder vor und die „Beziehung“ zu Jenny ist nett beschrieben. Ich zumindest konnte richtig merken, dass Hunters Geist was anderes will als seine Sprache oder sein Köper.

Zum ersten Mal, dass ich ein Buch in der Ichform eines Mannes lesen durfte. Wobei man da gleich mitbekommt, dass Männer tatsächlich viel weniger emotional sind als Frauen. Zumindest wirkte das hier in diesem Fall so auf mich.
Trotz der kurz gewöhnungsbedürftigen Ichform aus Sicht eines Mannes, lässt sich das Buch flüssig lesen.

Sehr wenige Male wird aus der Sicht des Opfers geschrieben. Allerdings erfährt man dadurch nichts von dem Täter.
Den Protagonisten selbst darf man sich vorstellen, wie man möchte. Er wird vom Aussehen nicht beschrieben und mit seinen Charaktereigenschaften hält er ebenfalls hinter dem Berg. Ansonsten erfährt man im Laufe des Buches, wieso er da ist, wo er gelandet ist und was es damit auf sich hat.

Schon am Anfang darf man gleich in seine „Arbeit“ mit einsteigen und so ist man gleich im Geschehen dabei. Langsam, aber stetig baut sich eine Spannung auf, die am Ende zu einem richtigen Höhepunkt kommt.

Mit was ich etwas Probleme hatte, war der Wechsel zwischen zwei Standorten, die von einem Satz auf den nächsten wechselten, ohne Vorankündigung. Das war etwas gewöhnungsbedürftig.
Fazit:

Eine neue Erfahrung und ich werde diesem Doktor treu bleiben. Somit gibt es vier von fünf Sternen, mit steigender Tendenz.

Bewertung: 4 Sterne

Rechtsmediziner David Hunter-Reihe:

1. Die Chemie des Todes
2. Kalte Asche
3. Leichenblässe
4. Verwesung

Autorenportrait:

Simon Beckett arbeitete als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Als Journalist hatte er Einblick in die Polizeiarbeit. Dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen. Seine ersten beiden Thriller um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter DIE CHEMIE DES TODES und KALTE ASCHE standen monatelang auf Platz 1 der Taschenbuch-Bestsellerliste. Für diese Bücher hat er auf der „Body Farm“ in Tenessee recherchiert. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield. Quelle: Rowohlt

20.7.2009

Buch des Monats

Februar '17

  

  

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