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Aktuelle Challenges

Artikel-Schlagworte: „Mord“

Titel: Der Tote vom Oberhaus
Autor: Schmidbauer, Dagmar Isabell
Verlag: Edition Renumero
Erschienen: 1. Oktober 2012
ISBN-10: 3943395014
ISBN-13: 9783943395013
Seitenzahl: 377
Einband: Taschenbuch
Serie: Steinbacher & Hollermann
Preis: 12,80 €
© Dagmar Schmidbauer

Inhalt:

Im Fürstenkeller der Veste Oberhaus bricht ein Mann zusammen und verblutet hinter einer verschlossenen Tür. Er wurde mit einer mittelalterlichen Partisane erstochen. Doch nicht nur vom Täter fehlt jede Spur. Auch in der Wohnung des Toten weist nichts auf dessen wahre Identität hin. Das Passauer Ermittler-Duo Steinbacher und Hollermann tappt im Dunkeln.

Und plötzlich tauchen Frauen auf, die alle behaupten, mit dem Toten zusammen gewesen zu sein. Die Ermittlungen werden eine echte Herausforderung für die Mordkommission Passau, die Licht in das düstere Konstrukt, das der Tote um sich herum aufgebaut hat, bringen muss.

Was sie herausfindet, ist eine schmierige Inszenierung, die vor nichts und niemandem Halt gemacht hat, und die noch über den Tod hinaus weitere Opfer fordert. Nach „Marionette des Teufels“ ist dies der zweite Fall um das Ermittler-Duo Franziska Steinbacher und Hannes Hollermann. Quelle: Autorenhomepage

Meine Meinung:

Verwirrung pur!

In der Waffenkammer des Passauer Oberhauses wird eine Leiche entdeckt. Schnell wird den Ermittlern klar, dass dieser Fall schwer zu knacken wird, denn nichts passt bei dem Opfer zusammen. Es scheint, als habe er ein Doppelleben geführt, oder seine Mitmenschen nur einfach sehr gut an der Nase herumführen können.
Je mehr die Polizei über das Opfer erfährt, desto weniger passt zusammen…

Anfangs war ich nicht so sicher, ob der Roman mich trotz des interessanten Klappentextes überzeugen kann. Es ist zwar ein Regionalkrimi, doch Passau reizte mich bisher so gar nicht und der Titel und das Cover wirkten auch nicht wirklich prickelnd auf mich. Doch die Story straffte mich Lügen!

Der Krimi fängt mit verschiedenen Figuren an. Leider wurden sie nicht gleich zu Anfang vorgestellt. Doch je weiter ich in die Geschichte eindrang, umso besser lernte ich die Hauptfiguren kennen und mögen. Mit den Nebenfiguren wurde ich hingegen überhaupt nicht warm.
Die Sichtweisen wechselten ab und an, wobei die der Kommissarin Franziska Steinbacher am meisten vertreten war. Aber auch die anderen Sichten, in denen es um Figuren ohne Namen ging, waren sehr lange Nebenschauplätze, die mich ziemlich lange im Dunkeln tappen ließen.

Der Roman wurde gut, verständlich aufgebaut und obwohl es unvorhergesehene Wandlungen gab, war es nie schwierig, der Story zu folgen.
Im Gegenteil, diese Wendungen machten den Roman immer interessanter und spannender, je weiter ich in der Geschichte kam.

Manche Dialoge wurden im bayrischen Dialekt geführt, was mir besonders gefiel. Genau das liebe ich an Regionalkrimis besonders arg!
Leider kam es nicht so oft vor, wie ich es erhofft hatte.

Dass es sich bei diesem Roman um den zweiten Teil einer Serie handelt, bemerkte ich beim Lesen kaum. Ich kam auch gut ohne Hintergrundwissen vom ersten Band mit den Protagonisten und ihrem Umfeld super zurecht.

Fazit:

Alles in Allem war dieser Regionalkrimi mitreissend!
Daher bin ich nicht abgeneigt, die anderen Bände ebenfalls zu lesen. Und somit vergebe ich diesem tollen Roman vier von fünf Sternen.

Bewertung: 4 Sterne

Steinbacher & Hollermann-Reihe:

1. Marionette des Teufels
2. Der Tote vom Oberhaus
3. Und dann kam das Wasser

Autorenportrait:

Dagmar Isabell Schmidbauer lebt und arbeitet als Journalistin und Krimiautorin im Bayerischen Wald. Vor rund dreißig Jahren zog sie aus dem Rhein-Main-Gebiet in eine der schönsten Gegenden Deutschland, wo sie inzwischen mit ihrem Mann und den sechs gemeinsamen Kindern eine Heimat gefunden hat. Quelle: Amazon.de

Titel: Scherbenkind
Autor: Reißmann, Britt
Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 8. August 2016
ISBN-10: B0058GTLEC
ISBN-13: 3453358740
Seitenzahl: 444
Einband: Taschenbuch
Serie: Verena Sander II
Preis: 9,99 €
© Diana Verlag

Inhalt:

Abgründig und beklemmend: Hochspannung aus Stuttgart

Stuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.

Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

Unfassbar – aber wahr!

Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde beginnen, die von der Autorin begleitet wurde.
Der Krimi spielt in Stuttgart und Umgebung und ist der zweite Band um die Hauptkommissarin Verena Sander.

Das Thema, worum es geht, ist ziemlich heftig und vermutlich nicht für alle nachvollziehbar. Vor allem wodurch es ausgelöst werden kann und was hinter dem Grund wirklich all das stecken kann, ist ziemlich harter Tobak!
Doch worum es eigentlich geht, möchte ich hier eigentlich nicht wirklich eingehen, um nicht aus Versehen allzu viel zu verraten.

Die Hauptkommissarin vom Morddezernat hat es mit einem anonymen Anruf zu tun, in der eine weibliche Kinderstimme behauptet, Informationen über einen Mord zu kennen, der zwei Jahre zurück liegt.
Und damit fängt eine Suche an, die verworrener gar nicht sein könnte…
Gleichzeitig werden dem Leser viele „Zeugen“ vorgestellt, womit ich anfangs meine Probleme hatte. Zurecht, wie ich allerdings im Laufe der Geschichte feststellte, denn es steckt viel mehr dahinter, als nur ein „schlichter“ Mord.

Die Geschichte ist spannend, der Schreibstil der Autorin fesselte mich immer mehr, je tiefer ich in den Krimi einstieg und lies mich immer weniger wieder los. Dieser Krimi entwickelte sich immer mehr zu einem Thriller, was mir zum Ende hin regelrecht den Atem raubte. Einfach unfassbar, wozu Menschen fähig sind und was es tatsächlich alles gibt!
Ich bin entsetzt und sprachlos!

Das heikle Thema, um das es in diesem Buch geht, und wozu der Titel sehr gut passt, wurde von der Autorin sehr gut erklärt und rübergebracht.
Anfangs ziemlich verwirrend, wuchs doch ein Verständnis in mir heran, wodurch ich mich immer besser mit den Personen und dem Geschehenen identifizieren konnte.

Britt Reißmann führte hier ein psychisches Problem an, welches überall totgeschwiegen wird oder mit einer anderen psychischen Störung verwechselt wird. Sie ließ mich durch eine Zeugin verstehen lernen, was es damit auf sich hat, wie die Zeugin damit umgeht und wie sie auf ihre Mitmenschen wirkt, bzw. diese sich ihr gegenüber verhalten.
Es war schockierend, beängstigend und herzzerreißend, mir tat diese Figur einfach nur leid.

Im ersten Band wurde mir die Protagonistin schnell sympathisch, doch hier ging sie mir gerade im privaten Bereich ein Wenig auf die Nerven. Ihr Verhalten war teilweise nicht sehr erwachsen und professionell, was das Mischen von beruflichem mit Privatem zu tun hatte. und das als Kommissarin…
Halbwahrheiten, ein fragwürdiges Verhältnis. Überall dieses Rumgeeiere…
Aber mögen tu ich sie trotzdem!
Auch in diesem Roman wurde die Polizeiarbeit sehr realistisch dargestellt und es gab bei den kleinen Nebenschauplätzen auch noch ein kleines Highlight.
Somit vergebe ich diesem Kriminalroman, der sich eher als Thriller entpuppte ebenfalls die volle Punktzahl, fünf von fünf Sternen.

Fazit:

Auch wenn nicht alles rumdum toll war werde ich an dieser interessanten Serie dran bleiben. Sie hat das gewisse Etwas mit einer interessanten Protagonistin!

Bewertung: 5 Sterne

Verena Sander:
1. Blutopfer
2. Scherbenkind

Autorenportrait:

Britt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart und schreibt Krimis, die ganz besonders realitätsnah sind. Für ihren Roman „Der Traum vom Tod“ wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet. „Blutopfer“ ist ihr erster Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Quelle: Randomhouse

Titel: Mord im Gurkenbeet
Autor: Bradley, Alan
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Verlag: Blanvalet Verlag
Erschienen: 20. September 2010
ISBN-10: 3442376246
ISBN-13: 9783442376247
Seitenzahl: 379
Einband: Taschenbuch
Serie: Flavia de Luce I
Preis: 8,99€
© Randomhouse Blanvalet

Inhalt:

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Quelle: Randomhouse Blanvalet

Meine Meinung:

Englischer Humor + Krimi pur!

Ich habe mir diesen Roman zugelegt, weil mich die Protagonistin neugierig machte.
Zwar komme ich mit dem schwarzen englischen Humor nicht immer so klar, aber ich wollte wissen, wie ein junges Mädchen ihrem verdächtigen Vater helfen möchte.

Flavia de Luce ist frech und scheint ziemlich intelligent zu sein. Ihr Interesse an Chemie für eine 11jährige ist äußerst selten, aber phänomenal!
Und neugierig ist sie ja auch überhaupt nicht 😉

Flavias Vater wird verhaftet, nachdem die Polizei herausfindet, das der Ermordete in dem Gurkenbeet hinter de Luces Haus ein alter Klassenkamerad von Mr. de Luce ist. Natürlich zieht die Polizei dadurch ihre Schlüsse und handelt entsprechend.
Flavia möchte ihrem Vater helfen, und beginnt ihre eigene Recherche.

Wie sie an eine Sache herangeht, ist typisch kindlich und doch teilweise klug durchdacht. So findet sie Kleinigkeiten heraus, die der Polizei entgehen, oder diese nicht für wichtig erachten. Diese erfährt sie teils an Stellen, da würden die Ermittler gar nicht suchen.
Alles aus einem kindlichen Blickwinkel, mit anderen Möglichkeiten, mit weiteren „unauffälligen“ Details. Dadurch ist sie meist immer auf demselben Stand, wie die Polizei mit der Leiche und ihren Beweismitteln.
Doch je tiefer Flavia in die gemeinsame Vergangenheit von ihrem Vater und dem Ermordeten eintaucht, umso mehr fragt sie sich, ob sie überhaupt eine Hilfe ist oder ob sie für ihren Vater nur noch alles schlimmer macht…

Ab und an gibt es zwischen Flavia und ihren Schwestern auch humorvolle Szenen, die das Drama um ihren Vater wohl etwas auflockern sollen.
Bei mir hilft es, ich konnte schmunzeln und fühlte mich danach immer nicht mehr ganz so befangen.

Fazit:

Der Krimi war wirklich mal was total anderes. Eine 11jährige, die sich mit Chemie auskennt, eine Giftmischerin ist und trotz zweier Schwestern eher Einzelgängerin ist, ist wirklich einmalig! 🙂
Der Roman bekommt von mir vier von fünf Sterne. Der zweite Band ist mittlerweile schon im SuB.

Bewertung: 54 Sterne

Flavia de Luce:

1. Mord im Gurkenbeet
2. Mord ist kein Kinderspiel
3. Halunken, Tod & Teufel
4. Vorhang auf für eine Leiche
5. Schlussakkord für einen Mord
6. Tote Vögel singen nicht
7. Eine Leiche wirbelt Staub auf

Autorenportrait:

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta. Randomhouse Blanvalet

Titel: Blutopfer
Autor: Reißmann, Britt
Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 14. Juli 2014
ISBN 10: 3453357728
ISBN 13: 9783453357723
Seitenzahl: 368
Einband: Taschenbuch
Serie: Verena Sander I
Preis: 8,99 €
© Diana Verlag

Inhalt:

Wenn Mut zum Verhängnis wird

Eine Clique Jugendlicher praktiziert gefährliche Mutproben in einem Waldstück bei Stuttgart und findet dabei einen grausam zugerichteten Leichnam. Die Spuren führen die Mordkommission zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas sowie in die Sado-Maso-Szene. Doch auch die Tochter von Hauptkommissarin Verena Sander ist unter den negativen Einfluss der Clique geraten. Aus Sorge um ihre Tochter macht Verena Fehler, die ihr beruflich wie persönlich beinahe zum Verhängnis werden.
Diana Verlag

Meine Meinung:

Schockierend.

Dieser Kriminalroman spielt in der Region Stuttgart. Das freute mich besonders, da ich selbst aus dem Raum Göppingen stamme, also ganz in der Nähe sozusagen. Da ich Regionalkrimis liebe, war dieser Roman natürlich ein Muss, nachdem ich davon in einem Forum erfuhr.
Auf den Inhalt selbst möchte ich gar nicht genau eingehen. Der Klappentext verrät meiner Ansicht nach genug, um das Buch interessant genug zu machen.

Was mir an diesem Krimi ebenfalls sehr gut gefiel, war die Genauigkeit, mit der Britt Reißmann die Polizeiarbeit beschrieb. Wie die Ermittler vorgehen, wie lange z.B. eine DNA-Analyse wirklich dauert und wieviel Zeit doch wirklich nur in der Laufarbeit und im Befragen von Zeugen und Kontakten steckt.
Mal ganz abgesehen von dem Mund fusselig reden beim Staatsanwalt, um an einen Gerichtsbeschluss zu bekommen oder eine Fahndung machen zu lassen…
Dass dies teilweise verdammt schwer ist, wenn der leitende Staatsanwalt nicht überzeugt ist und auf mehr Beweise pocht, hätte ich nicht gedacht. Sowas wird im Fernsehen echt immer viel leichter dargestellt.
Und daran, behaupte ich, merkt man, wie gut die Autorin über die Polizeiarbeit recherchiert hat.

Die Geschichte um das Privatleben der Hauptkommissarin Verena und ihrer Tochter Mona war ebenfalls sehr interessant beschrieben.
Da Mona in Verenas Fall involviert war und entsprechend professionelle Hilfe benötigte, kamen dabei noch andere interessante Sachen zum Vorschein, die Verena ziemlich aus dem Konzept brachte und in ihrem Fall ins Schleudern brachte.
Was natürlich keine gute Voraussetzung ist, wenn es um die Mitarbeit des Staatsanwaltes ging…

Durch den Wechsel der Sichtweisen entstand eine langsam wachsende Spannung, die sich immer mehr steigerte und durch das gesamte Buch zog. Da das Privatleben der Kommissarin auch viel Platz einnahm, waren es auch mehr Handlungsstränge, dich mich alle gleichsam fesselten und immer weiterlesen ließen.
Die Kapitel waren ziemlich lang, wurden aber durch Absätze und die dadurch teilweisen Blickwechsel aufgelockert. Dadurch wollte ich auch immer weiterlesen, sodass ich den Roman innerhalb weniger Tage durch hatte.

Fazit:
Dieser Regionalkrimi mit seiner Protagonistin hat auf eine ganz besondere Weise mein Herz erobert.
Nun bin ich sehr gespannt, was mich in dem nächsten Buch erwartet und mache diesen Roman zum Highlight für den Monat Juli 2016!

Bewertung: 5 Sterne +

Verena Sander:
1. Blutopfer
2. Scherbenkind

Autorenportrait:

Britt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart und schreibt Krimis, die ganz besonders realitätsnah sind. Für ihren Roman „Der Traum vom Tod“ wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet. „Blutopfer“ ist ihr erster Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Diana Verlag

Titel: Frucht der Sünde
Autor: Rickman, Phil
Verlag: Rowohlt Verlag
Erschienen: 5. Oktober 2009
ASIN: B0058GTLEC
Seitenzahl: 608
Einband: Ebook
Serie: Merrily Watkins I
Preis: 9,49 €
© Rowohlt Verlag

Inhalt:

Apfelbäume, überall Apfelbäume…

… sie sind nicht wegzudenken aus Ledwardine, dem kleinen Ort im Westen Englands, in den die junge Witwe Merrily Watkins mit ihrer Tochter Jane zieht. Dort soll sie die Pfarrstelle übernehmen. Doch schnell ist es vorbei mit der ländlichen Ruhe: Bei einer nächtlichen Feier im Apfelgarten kommt es zu einem bizarren Todesfall, und ein Skandalautor will in der Kirche den Tod eines vor Jahrhunderten als Hexer verfolgten Geistlichen inszenieren. Merrily und ihre Tochter werden derweil in dem großen alten Pfarrhaus von düsteren Visionen geplagt. Und dann verschwindet ein Mädchen…
Rowohlt Verlag

Meine Meinung:

Mysteriös.

Diesen Krimi habe ich erst nach mehrjärhigem drumrum Schleichens endlich gekauft.
Die Geschichte spielt in einem kleinen Dörfchen in England und es geht um eine Pfarramtsvertreterin, was für mich besonders interessant klang. Ich war mir ziemlich unsicher, ob eine Pfarrerin wirklich „Kriminalfälle“ lösen kann, auch wenn ich die Serie „Pfarrer Braun“ kenne und liebe!
Nachdem nun eine Userin in meinem Lieblingsforum schon den ersten Band gelesen hatte und es toll fand, ließ ich mich endlich überzeugen und besorgte es mir als Ebook.

Der Inhaltsangabe brauche ich eigentlich nicht viel hinzufügen.
Merrily hat es schwer in ihrem neuen Amt. In dem alten Pfarrhaus muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und draußen auf den Feldern ihrer Gegenwart.
Währenddessen macht ihre Teenagertochter ihre eigenen Erfahrungen mit der neuen Umgebung und erfährt nebenher einiges Interessante über die aktuellen Themen im Dorf.
Parallel fühlt sich alles irgendwie mysteriös an, nicht nur für Merrily…

Der Autor hat ein Talent, Szenen teilweise geheimnisvoll, mystisch-gruselig zu schildern, das mir fast eine Gänsehaut wuchs.
Abwechselnd wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt und das ist in diesem Falle toll. Das bedeutet hier auch, es gibt verschiedene Handlungsstränge. Denn Jane, die Tochter, hat z.B. auch ihre Sichtweise der Dinge und die sind teilweise sehr humorvoll beschrieben. Während die Sicht eines Dorfbewohners eher melancholisch ist und vor Selbstmitleid fast trieft.

Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt und dazwischen gibt es Gedichte eines gewissen Thomas Traherne, der auch in der Geschichte eine gewisse Rolle spielt.
Leider fängt die Seitenzahl bei jedem Kapitel wieder bei 1 an und in der ersten Hälfte des Romans tat sich so gut wie Nichts, außer dass ich sehr viel über die Dorfbewohner und ihre Gepflogenheiten kennenlernte.
Trotzdem lässt sich der Krimi richtig toll weglesen, ich konnte mich vom Autor richtig gut durch seine Geschichte führen lassen. Das find ich klasse!

Fazit:

Auch wenn nicht alles rumdum toll war werde ich an dieser interessanten Serie dran bleiben. Sie hat das gewisse Etwas mit einer interessanten Protagonistin!

Bewertung: 4 Sterne

Merrily Watkins:
1. Frucht der Sünde
2. Mittwinternacht
3. Die fünfte Kirche
4. Der Turm der Seelen
5. Der Himmel über dem Bösen
6. Die Nacht der Jägerin
7. Das Lächeln der Toten
8. Ein dunkler Gesang
9. Das Gespinst des Bösen
10. Sündenflut
11. Das Geheimnis des Schmerzes

Autorenportrait:

Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kult-Status genießt. «Erstklassige Thriller mit dem besonderen Etwas», heißt es im «Guardian», und der «Spectator» urteilt knapp: «Eine der besten Krimiserien überhaupt».
Rowohlt Verlag

Titel: Hüttengaudi
Autor: Förg, Nicola
Verlag: Piper Verlag
Erschienen: 17.03.2011
ASIN: B004YZKCO6
Seitenzahl: 212
Einband: Ebook
Serie: Irmgard Mangold III
Preis: 7,99€
© Piper Verlag

Inhalt:

Kommissarin Irmi Mangold ärgert sich: Warum hat sie sich nur von ihrer Nachbarin zu dieser albernen Schrothkur in Oberstaufen überreden lassen? Und dann steht sie am Urlaubsort plötzlich vor einem Toten, der ihr mehr als bekannt vorkommt: ihrem Exmann Martin Maurer … Währenddessen hat es Kollegin Kathi Reindl in Garmisch mit dem toten Liftmann Xaver Fischer zu tun, der zu Lebzeiten im Skiclub mitmischte. Ein arger Dorn im Auge war ihm die moderne Skihütte, deren Wirte er so piesackte, dass sie schließlich verkaufen wollten. Zwei Mordfälle an zwei verschiedenen Orten, aber beide Male dieselbe Todesursache – alles nur Zufall? Quelle: Piper Verlag

Meine Meinung:

Irgendwann überfällt einen immer die Vergangenheit…

Irmgard Mangold, Kommissarin bei der Mordkommission, ist eigentlich im Urlaub, oder wie man eine Schrothkur auch immer nennen mag 😉 Als ein Mord passiert!
Sie ist gezwungener Maßen bei dieser Kur, als sie in kürzester Zeit zwei Todesfälle aus dieser Bredouille holen. Dabei geschah einer davon ganz in ihrer Nähe und versetzt sie mit einem Schlag in ihre Vergangenheit zurück. Nachdem ihre Kollegen im heimischen Gewässer ebenfalls einen Toten sichten, ist es mit dem „Urlaub“ vorbei und Irmi entkommt der Pein des Hungerns.
Was auf den ersten Blick als purer Zufall aussieht, denn beide Opfer sind in verschiedenen Landkreisen ermordet worden, erweist sich mit der Zeit ganz anders…

Bei diesem dritten Teil der Serie um Kommissarin Mangold, dauerte es leider ca. die Hälfte des Buches, bis es endlich etwas spannend wurde.
Nachdem es gut anfing, die beiden Leichen entdeckt wurden und es eigentlich mit den Ermittlungen losging, ließ es allerdings schnell wieder nach. Durch den Tod eines Opfers schwelgte Irmi viel in der Vergangenheit und bemitleidete sich teilweise selbst ziemlich heftig. Gepaart mit null Hinweisen, die der Polizei eine Durststrecke ergaben, ging es einfach nicht voran in dem Krimi.
Erst nach schätzungsweise der Hälfte des Buches kam endlich wieder Leben in die Geschichte und es tat sich was in dem Fall. Nachdem sich die ersten Hypothesen als falsch erwiesen, ging es dann Schlag auf Schlag in die richtige Richtung und es wurde zunehmend spannender.
Auf einmal war die Melancholie, die sich über der Geschichte wie ein feiner Nebel gebildet hatte, wie weggeblasen und die Ermittlerinnen konnten sich plötzlich vor Motiven nicht mehr retten.
Doch auch nachdem die Verbindung zwischen den zwei Toten zu Tage kam, ließ sich die Autorin mit dem wahren Motiv und dessen Auflösung dann etwas Zeit und spannte mich damit auf den letzten Seiten regelrecht auf die Folter. Das war wiederum genial!

Fazit:

Wieder einmal ein toller Krimi aus Förgs Feder, jedoch hat es bei diesem Band leider zu lange gedauert, bis etwas spannendes passierte. Daher kann ich diesem Krimi nur drei von fünf Sternen verpassen.

Bewertung: 3 Sterne

Irmgard Mangold:

1. Tod auf der Piste
2. Mord im Bergwald
3. Hüttengaudi
4. Mordsviecher
5. Platzhirsch
6. Scheunenfest

Autorenportrait:

Nicola Förg, gebürtige Oberallgäuerin, hat in München Germanistik und Geographie studiert und lebt heute mit ihrer Familie sowie mehreren Ponys, Kaninchen und Katzen auf einem Hof in Prem am Lech. In ihrer Krimiserie schickt die Bestsellerautorin das Kommissarinnenduo Irmi Mangold und Kathi Reindl an Tatorte im Voralpenland und in den Bergen, die ihr auch als Journalistin wohl bekannt sind. Quelle: Piper Verlag

22.10.2015

Titel: Grauzone
Autor: Bomm, Manfred
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 4. Februar 2013
ISBN-10: 3839213851
ISBN-13: 9783839213858
Seitenzahl: 538
Einband: Taschenbuch
Serie: Kommissar August Häberle 13
Preis: 12,99 €
© Gmeiner Verlag

Inhalt:

Himmelfahrt
Gibt es einen Zusammenhang zwischen einem lange zurückliegenden Flugzeugabsturz und dem angekündigten Weltuntergang? Von Zweifeln geplagt, schließt sich eine Frau einer Gruppe Gleichgesinnter an, die diesen Fragen nachgeht. Der schwäbische Kommissar August Häberle und sein Assistent Mike Linkohr treffen bei der Suche nach einem Mörder Menschen, die an den baldigen Weltuntergang glauben – oder davon profitieren wollen. Und alle scheint ein Geheimnis zu verbinden …

Quelle: Gmeiner Verlag

Meine Meinung:

Mysteriös, oder nicht?

Der Klappentext beinhaltet eigentlich alles, worum es in diesem eher österreichischem Krimi mit Kommissar Häberle geht.

Die Hüttengemeinschaft, die Häberle im Tannheimer Tal antrifft, beschäftigt sich mit Übernatürlichem. Was durch einen Flugzeugabsturz zustande kam, entwickelte sich als rege Gemeinschaft. Doch die Mitglieder haben Geheimnisse und seit einiger Zeit minimiert sich das Grüppchen durch traurige Autounfälle.
Als die österreichischen Polizisten die Hüttengemeinschaft von einem Todesfall aus ihrer Gruppe mitteilen, geschehen in kürzester Zeit mehrere merkwürde Vorkommnisse.

Häberle macht sich undercover auf den Weg ins Tannheimer Tal, um dort die österreichischen Kollegen zu unterstützen.Sschließlich ist das Opfer eine gebürtige Deutsche, wohnhaft auf der Alb, Häberles Refugium.
Was ihn dort allerdings noch alles erwartet, ist ziemlich geheimnisvoll.

Zur gleichen Zeit ermittelt Häberles Assistent Mike Linkohr in Geislingen und hat es ebenfalls mit teilweise mysteriösen Machenschaften zu tun.
Dabei fängt es mit harmlosen Ergebnissen, wie Kaffeefahrten und ähnliches an, und endete mit einem Geheimnis in einem Keller einer Floristin.

Die Geschehnisse sind bis zum Schluss richtiggehend verworren und spannend.
Manfred Bomm schafft es gekonnt, mich in die irre zu führen und mir einen Täter vorzugaukeln, der es dann doch nicht sein konnte.

Während der Geschichte erfuhr ich auch einiges vom Tannheimer Tal, von seinen Bergen wie der Neunköpfle, Aggenstein oder der Vilsalpsee. Ebenso betrifft das auch die Gegend um Ulm.
Der Autor bringt so gut zum Ausdruck, dass er sich an diesen Orten gut auskennt.

Ich vergebe dem 13. Fall von Häberle und Linkohr fünf von fünf Sterne.

Bewertung: 5 Sterne +

Kommissar August Häberle:

01. Himmelsfelsen
02. Irrflug
03. Trugschluss
04. Mordloch
05. Schusslinie
06. Beweislast
07. Schattennetz
08. Notbremse
09.Glasklar
10. Kurzschluss
11. Blutsauger
12. Mundtot
13. Grauzone

Autorenportrait:

Manfred Bomm, 1951 geboren, lebt in Geislingen an der Steige, einer Kleinstadt zwischen Stuttgart und Ulm. Als Journalist ist er mit Polizei und Justiz vertraut, weshalb seine Geschichten stets dicht an der Realität angesiedelt sind. Er möchte mit den Mitteln der Kriminalunterhaltung auch zum Nachdenken über aktuelle Themen anregen.
Quelle: Gmeiner Verlag

22.04.2014

Titel: Calendar Girl
Autor: Gerdom, Susanne
Verlag: Qindie
Erschienen: 21. Mai 2014
ASIN: B00AWJ8B7I
Seitenzahl: 253
Einband: eBook
Preis: 3,99€

Inhalt:

Caro – frisch getrennt, ständig pleite, jobbt als Fitnesstrainerin und Erotikmodell. Drei Männer bringen Unruhe in ihr Leben: Fokko, ihr bester Freund, Yoshi, ihr Ex und Philipp van Bergen, Inhaber einer Werbeagentur.
Dann geschieht ein Mord und alle sind verdächtig. Caro muss entscheiden, wem sie vertraut und wem nicht – auf dem Spiel steht ihr Leben.
Quelle: Qindie Verlag

Meine Meinung:

Ich bin etwas verwirrt…

Zum einen ist da eine junge Frau, die ihr Leben genießt, auch mal einen ONS macht und vor nichts Angst zu haben scheint. Zum anderen gibt es da eine Frau, die, je weiter ich ins Buch eintauchte, traumatisiert ist und schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat.
Dumm nur, dass diese beiden Frauen ein und dieselbe sind!

Caro lebt in einer gemischten WG, hält sich mit einem Job in einem Fitnessstudio über Wasser und arbeitet ab und zu auch als Personal Trainer. Nebenbei hilft sie als Modell für Erotikportraits aus.
Ihr Leben scheint in geordneten Bahnen zu verlaufen, bis ihr Mitbewohner ihr seine Liebe gesteht. Gleichzeitig hat sie einen neuen Kunden, der die Bezeichung „Personal Trainer“ auch mal ganz anders sehen möchte.
Und mit beidem gleichzeitig ist sie erst einmal überfordert. Denn ihr neuer Kunde bringt mit seinen Trainingswünschen wieder Erinnerungen hoch, die sie völlig aus der Bahn werfen.
Zwischen ihrem ganzen Gefühls-Wirrwarr werden plötzlich Frauen ermordet, die Caro alle mehr oder weniger kennt!

Die Geschichte ist höchst interessant und wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert.
Doch nachdem Caro Rückblendungen und Träume in ihre Vergangenheit hat, fängt das Ganze etwas an mich zu verwirren. Wenn das das Ziel der Autorin war, hat sie es sehr gut bei mir geschafft. Denn trotz ihrer Panik, die Caro manchmal in gewissen Situationen verspürt, reagiert sie doch zu rational. Erst nach und nach kamen bei Caro dann Gefühle hoch, die eher zu soetwas wie Angst passten.
Und so wurde das Chaos in meinen Gedankengängen langsam wieder etwas aufgelöst und ich konnte dem Roman gut folgen. Ich hatte auch schon meinen Verdächtigen, was die Morde betreffen.
Denn die toten Frauen kannte Caro nicht nur, es gibt auch noch andere Verbindungen…

Die Autorin machte es mir leider sehr schwer, eine klare Linie zu ziehen zwischen „Boah, voll klasse“ oder „Was für ein Schrott“, und mich für eine zu entscheiden.
Daher vergebe ich diesem Erotikthriller drei von fünf Sternen und ich denke, damit kann jeder leben.

Bewertung: 3 Sterne

Autorenportrait:

Susanne Gerdom lebt, wohnt und arbeitet im Familienverband mit vier Katzen und zwei Menschen in einer kleinen Stadt am Niederrhein, bezeichnet sich selbst als “Napfschnecke”, die ungern ihr Haus verlässt, und ist während ihrer wachen Stunden im Internet zu finden. Wenn sie nicht gerade schreibt. Manchmal auch, während sie schreibt.
Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene für die Verlage Piper, ArsEdition und Ueberreuter. Man findet sie dort auch unter den Pseudonymen Frances G. Hill und Julian Frost.
Quelle: Qindie Verlag

23.10.2014

Titel: Zerstörte Seelen
Autor: Mooney, Chris
Originaltitel: The soul collector
Übersetzer: Pilz, Usch
Verlag: rororo (Rowohlt)
Erschienen: 1. November 2011
ISBN-10: 3499257130
ISBN-13: 9783499257131
Seitenzahl: 445
Einband: Taschenbuch
Serie: Ermittlerin Darby McCormick IV
Preis: 9,99 €
© Rowohlt Verlag

Inhalt:

Das FBI in höchster Alarmbereitschaft: Ein maskierter Geiselnehmer verlangt, die Ermittlerin Darby McCormick zu sprechen. Diese kennt den Täter – Charlie Rizzo wurde vor zehn Jahren entführt und blieb trotz all ihrer Mühen seither vermisst. Was ist damals geschehen? Wo war Charlie all die Jahre?

Jetzt will er Rache nehmen: an ihr und seinen Geiseln – der eigenen Familie. Mittels einer Bombe jagt er das Haus in die Luft. Darby überlebt schwerverletzt. Doch sie denkt nicht daran, die Ermittlungen noch einmal einzustellen .. Quelle: Rowohlt Verlag

Meine Meinung:

Zerstörte Seelen – sehr treffend!

Darby, seit dem letzten Fall „Enemy“ noch suspendiert, wird zu einem SWAT-Einsatz gerufen. Was sie nicht ahnt, sie wird zu einer Familie gerufen, die sie vor einigen Jahren schon einmal wegen Kindesentführung betreut hat. Der verschwundene Sohn wurde allerdings nie gefunden.
Nun ist die gesamte Familie angeblich von genau diesem Sohn Charlie als Geiseln genommen worden und er fordert die damalige Ermittlerin zu sprechen.
Doch als Darby dort ankommt und verhandeln will, kommt es zu einer tödlichen Katastrophe. Plötzlich ist die zähe Ermittlerin auf sich allein gestellt und zudem auf der Flucht.

Nach einiger Zeit findet sie Anschluss bei einer Spezialeinheit des FBI und stößt mit diesem Team auf eine grausame Gruppierung, welche schon seit Jahrzehnten immer die jüngsten Kinder von Familien entführt und ihnen Schreckliches antut.
Nun heißt es, gemeinsam gegen diese Vereinigung vorzugehen, was ihnen nicht immer unbeschadet gelingt…

Ich war ab der ersten Seite gefesselt von dem tollen Schreibstil des Autors. Von Beginn an fühlte ich mich mitten im Geschehen als Darbys Schatten. So erlebte ich auch alles hautnah und konnte mit der Ermittlerin mitfühlen.
Ich hatte die ganze Zeit, während sie erst auf einem Alleingang unterwegs war und später mit dem FBI, große Angst um sie. Da Darby anfangs ganz alleine dastand und diese Kiddnapper ziemlich professionell vorgehen, bibberte ich immer, da ich Panik hatte, dass sie ihnen vielleicht irgendwann in die Hände fällt.
Dieses Horrorszenario, welches ich mir dank des Könnens des Autors sehr gut vorstellen konnte, raubte mir beinahe den Atem!

Es handelt sich hierbei um eine Reihe und eigentlich empfehle ich jedem, die Bücher einer Reihe nach zu lesen. Doch da hier in kurzen Sätzen auf die wichtigsten Momente der Vorbände eingegangen wurde, kann man diesen Thriller auch als Einzelroman lesen.

Fazit:

Dieser vierte Fall war bombastisch!
Ich hoffe, es wird noch weitere Fälle mit dieser willensstarken Ermittlerin geben, auch wenn es nach diesem Fall leider nicht den Anschein hat.
Dieses Werk bekommt von mir definitiv fünf von fünf Sterne und es ist mein erstes Highlight im November 2012.

Ich hoffe, dass meine Rezi diesem überaus exzellenten Thriller ehrwürdig ist.

Bewertung: 5 Sterne +

Ermittlerin Darby McCormick:

1. Victim
2. Secret
3. Enemy
4. Zerstörte Seelen

Autorenportrait:

Chris Mooney, aufgewachsen in Lynn/Massachussetts, ist einer der erfolgreichsten neuen amerikanischen Thrillerautoren. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Boston. Quelle: Rowohlt Verlag

3.12.2012

Titel: Guter Bulle, böser Bulle
Autor: Konrath, J.A.
Originaltitel: Bloody Mary
Verlag: AmazonCrossing
Erschienen: 26. August 2014
ASIN: B00KN1AHM2
Einband: eBook
Serie: Jack Daniels II
Preis: 4,99€

Inhalt:

Man nehme eine taffe, aber verwundbare Polizistin aus Chicago und füge eine hyperaktive Katze, eine gesundheitlich angeschlagene Mutter, einen eifersüchtigen Freund, einen schwierigen Ex-Mann und einen Kollegen in den Fängen einer Midlife-Crisis hinzu.
Man mische diese Zutaten mit einem Psychopathen, der abgetrennte Körperteile in der Stadt verstreut, und würze das Ganze zu gleichen Teilen mit einer Prise Humor und einem Schuss Spannung, und fertig ist »Guter Bulle, böser Bulle« – der zweite Band in der witzigen und gleichzeitig furchterregenden Welt von Lieutenant Jacqueline »Jack« Daniels.
Begleiten Sie Jack bei ihren Abenteuern, während sie mit den Herausforderungen eines chaotischen und aus der Spur geratenen Privatlebens kämpft und gleichzeitig einen der gefährlichsten Serienmörder der jüngsten Zeit aufspüren und hinter Schloss und Riegel bringen will – einen Mörder, für den es erst richtig losgeht, wenn man ihn erwischt hat …
Amazon

Meine Meinung:
Kriegst du mich, krieg ich dich?!

Ein Serienkiller treibt sein Unwesen in Jacks Heimatmetropole, der es auf Callgirls abgesehen hat. Nachdem ich auch einmal seine Sicht las, war mir klar, wieso.
Die leitenden Ermittler Jack Daniels und Herb Benedict tappten erst einmal lange im Dunkeln. Während sie im Trüben fischten, brachte der Täter Jack durch Kleinigkeiten in Bedrängnis.
Interessant war, von beinahe Anfang an ist klar, wer der Täter ist.
Dadurch entstand allerdings ein heftiges Katz- und Mausspiel der extremen Art. Wie sie sich zum Ende hin gegenseitig umkreisen, lest am besten selbst.

Auf alle Fälle wurde es immer spannender, und als Jack und ihre Kollegen dachten, sie hätten ihn an seinen Eiern, tja, ab da wurde es ein Wettlauf gegen die Zeit. Dazu sprach der Täter noch eine Drohung aus, die Daniels das Blut in den Adern gefrieren lies…

Neben ihrem Beruf gestaltet sich Jacks Privatleben zu einem Tohuwabohu.
Die Katze eines Opfers, die von Jack aufgenommen wurde, hat es Faustdick hinter den Ohren und ich musste wegen ihr des Öfteren lachen.
Und dann gibt es da noch ihre Mutter, der es aus heiterem Himmel einfällt, die Pläne ihrer Tochter zu durchkreuzen, im Schlepptau einen Berg von Ärger!
Doch trotz der teils prekären Situationen fand ich es schön, dass in diesem Band Jacks Privatleben etwas mehr Aufmerksamkeit bekam und in den Vordergrund rückte und somit einen beachtlichen Platz im Buch erhielt. Denn da ging es auch ziemlich turbulent zu, was sehr abwechslungsreich war zu dem beängstigenden Chaos, das der Killer immer mehr anstellte…

Als schöne Nebensächlichkeit, was mir sofort auffiel, war das Fehlen des ständig kauenden Herb. Er aß immer noch viel, aber es wurde nicht mehr so zelebriert wie im ersten Band. Das war für mich eine Wohltat.
Dafür ging mir Daniels‘ Mutter gehörig auf den Zeiger. Diese musste ja unbedingt ihren Willen durchsetzen…
Und Herb macht gleichzeitig eine Midlife-Crisis durch, die mir überhaupt nicht gefiel.

Wie oben schon erwähnt, bekam ich auch diesmal wieder mit, was der Täter zwischendurch trieb, und Daniels Sicht wurde in der Ich-Form dargestellt.

Fazit:

Die Abwechslung von Beruf und Privat gefiel mir an diesem Band am besten und so freue ich mich schon auf den dritten Teil!
Von mir gibt es wieder starke vier von fünf Sterne.

Bewertung: 4 Sterne

Jack Daniels:

1. Der Lebkuchenmann
2. Guter Bulle, böser Bulle
3. Die Psychopathen
4. Der Chemiker
5. Die Scharfschützen
6. Die Erzfeinde
0. Mr. K (ohne Reihenfolge)
0. Kite (ohne Reihenfolge)

Autorenportrait:

J.A. Konrath hat im Rahmen seiner Jack-Daniels-Serie acht Romane verfasst, die in keiner bestimmten Reihenfolge gelesen werden müssen, und von denen »Der Lebkuchenmann« ursprünglich zuerst erschien. In deutscher Sprache sind bisher die Titel »Mr. K« und »Kite« erschienen.
Konrath hat unter dem Pseudonym Jack Kilborn mehrere Horrorromane verfasst, darunter die Bestseller »Angst«, »Trapped: Die Insel des Dr. Plincer«, »Das Hotel« und »Draculas«. Zuletzt erschien von Jack Kilborn der Horror-Thriller »Haunted House«.
Die Verkaufszahlen von J.A. Konraths E-Books haben bereits die Millionengrenze überschritten.
Quelle: Amazon

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Februar '17

  

  

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